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Und damit endet Adobe Max 2021 für dieses Jahr. Es gab wieder viele Neuerungen und Ideen die die Adobe Landschaft auch nachhaltig verändern werden.
Das Thema dieses Jahr war “Create Tomorrow Together” und dieses Thema bestimmte auch einen Großteil der Features.

Ein Verstärkung von “Team Features“, von “Collaboration“, Cloudworking und der Übernahme von Frame.io als Plattform die viele Editoren schätzen und nutzen waren die Eckpunkte praktisch aller Vorträge.

Die Verschiebung von Feedback auf zentrale Orte, wie Frame.io oder auch Dropbox Replay zeigen nicht nur auf wie wichtig gutes Feedback generell ist, sondern auch die Notwendigkeit so eines Umdenkens, in der heutigen Zeit. Auch die Verfrachtung von Photoshop in den Browser mit “Photoshop und Illustrator on the Web” sind wichtige Schritte in eben dieses kollaborative Umdenken.

Wir Editor sind ständig im Austausch mit allen Gewerken und sollten solche Bewegungen durchaus in unseren Workflow aufnehmen und auch verinnerlichen. Abgesehen vom kollaborativen Gedanken war eines der “Buzzwords” Adobe Sensei. Die Machinelearning-Sparte von Adobe nimmt immer häufiger den zentralen Platz in den Vorträgen ein und zeigt auch in diesem Jahr eindrucksvoll was möglich ist.

Adobe Remix

Als ich von diesem Feature am 26.10 erfuhr und es bereits in der Adobe Premiere Pro Beta zum testen verfügbar war, war ich massiv skeptisch.
Maximal eine Spielerei die in der Realität kaum jemand nutzt, so mein Gedanke.

Meine ersten Tests waren jedoch überraschend positiv. Die Integration geschieht über Rechtsklick und dann auf Remix.

Das Essential Soundpanel öffnet sich und dort kann man die Zeildauer, Remixdauer Bearbeitungslänge und Eigenschaften beeinflussen.

Meine ersten Test waren extrem, ein ganzes Lied sollte auf 10 Sek. gekürzt werden. Jedoch durchaus realistisch für bestimmte kurze Abschnitte.

Nach einigem Ausprobieren, ist mir an vielen Stellen ein gewisses Phasing aufgefallen, jedoch ist der generelle Eindruck positiv.
Mit etwas Zeit und einem Grundverständnis, wann und wie stark die KI die Lieder beeinflusst, könnte es ein weiteres sinnvolles Werkzeug werden.
Wann dieses Feature in die regulären Updates ist noch nicht bekannt.

Simplify Sequence:

Ein interessantes Tool zur Archivierung von Projekten.
Wie der Name schon sagt ein Tool zum vereinfachen von Projekten.
Auch hier hatte ich zunächst Angst, dass man zu viel Kontrolle aus der Hand gibt, jedoch werden sämtliche Optionen in Checkboxen zur Verfügung gestellt.
Ich würde es jedoch nicht nutzen wollen um damit meine Unordnung in laufenden Projekten zu beseitigen.

Aber als finale Archivierung durchaus ein gutes Tool.

Speech-to-Text:

Auf der Keynote wurde auch erneut das Speech-to-Text Tool hervorgehoben, welches das seit der Version 15.0 neu eingeführte Untertiteltool unterstützt. Ich hatte es bereits in der Beta getestet und war auch hier ebenfalls beeindruckt von der akkuraten Funktion.
Es ist nicht 100% sauber, jedoch sehr nah dran und dient als sehr guter Startpunkt für Feinheiten, welche man innerhalb der Untertitel anpassen kann und auf jeden Fall eine Alternative zu herkömmlichen Methoden zur Untertitelerstellung.

Sneak Peak:

In der Sneak Peak Keynote wurden noch nicht veröffentlichte Features von Adobe vorgestellt. Wie damals mit der Content Aware Funktion für After Effects.
Meiner Meinung nach, sind die Meisten der Features, maximal einen Gimmick und ich sehe kein mir bekanntes Usecase für diese. Klar sie sind beeindrucken trotz ihrer frühen Phase und ein, zwei Modelle haben Potential, aber oft wirkt es als würde man mit der eher Neukunden ansprechen, die kaum Kreativität mitbringen. Ich betone aber nochmals. Die Technologien dahinter finde ich oft sehr beeindrucken und spannend.

Morpheus: Neurale Filter für Video:

Wir kennen die neuralen Filter für Photoshop und auch in diesem Jahr wird die Bandbreite der Möglichkeiten weiter ausgebreitet. Jetzt beginnt Adobe auch diese Filter für Videos zu etablieren und dort haben sie den gleichen Stellenwert wie letztes Jahr die Neuralen Filter bei Photoshop. In sehr geringen Dosen sehe ich Kunden so etwas fordern, aber einen Schauspieler oder Darsteller lächeln zu lassen, wird wohl niemals das Ergebnis liefern, welches man natürlich erreichen könnte.

Project In-Between:

Dieses Tool erstellt Stills zwischen zwei oder mehreren Bildern. Dies sah hingegen erstaunlich gut aus. 
Die Transitions und Interpolationen zwischen den Bildern waren gut und der Morph sah sehr natürlich aus.
Ich hatte nicht das Gefühl, dass dort ein Deep Fake am Werk ist.
Bestimmt ganz interessant für Animationen um eine generelle Richtung vorzugeben oder gar das Zeichen von In-Between-Frames komplett abzugeben.
Die restlichen Sneak Peaks wie Projekt Shadow Drop oder Projekt On Point zielten eher in die Photobearbeitung hin, dadurch werde ich sie jetzt nicht weiter erwähnen.

Fazit:

Alles in allem war ich positiv auf die Zukunft eingestimmt nach dieser Adobe Max.
Viele Themen wurden angesprochen, welche meinen täglichen Arbeitsablauf gar nicht berühren, jedoch war das ganze bereits ein guter Einblick in die Zukunft welche Adobe anstrebt. Davon mag man halten was man will, aber diese Adobe Max hat mir schon sehr viel besser gefallen, als letztes Jahr und hatte einiges an Mehrwert dranzubleiben und sich die Speaker anzuhören.

Ich bin sehr gespannt wie Adobe Sensei in Zukunft auch noch weiter viele arbeitsaufwendige, manuelle Arbeitsabläufe vereinfachen wird und ob nun häufiger Themen angesprochen werden, welche den professionellen Editor ansprechen.

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